Datenschutz &
Betriebsrat.

Für Datenschutzbeauftragte, Betriebs- und Personalrat und Geschäftsführung: alles, was ihr vor der Einführung wissen und prüfen wollt. In Klartext, mit Vorlagen zum Übernehmen.

ÜberblickDie acht wichtigsten Punkte

Auf einen Blick.

Kein Mitlesen.

Prompts, KI-Antworten, Chatverläufe, besuchte Seiten und Tastatureingaben werden nie gelesen. Erkannt wird nur, dass die KI gerade arbeitet.

Datenschutz-Modus als Standard.

Ohne weiteres Zutun sieht die Leitung keine Ergebnisse einzelner Personen, nur anonyme Werte für Team, Gruppen und Themen.

Erst ab drei Personen.

Quoten und Teilnahmewerte erscheinen nur, wenn mindestens drei Personen beteiligt sind. Durchgesetzt in der Datenbank, nicht nur in der Oberfläche.

Einzelauswertung doppelt freiwillig.

Namentliche Ergebnisse nur, wenn die Firma sie erlaubt und die Person selbst zustimmt. Widerruf jederzeit, ohne Nachteile.

Daten in Frankfurt.

Datenbank in der EU (Frankfurt am Main). Auftragsverarbeitungsvertrag online, Unterauftragsverarbeiter offen gelistet.

Löschung automatisch.

Antworten werden nach der eingestellten Frist (6 bis 120 Monate, Standard 36) täglich automatisch gelöscht.

Selbstbestimmung.

Jede Person kann ihre Daten selbst herunterladen und ihr Konto löschen. Überspringen und „Pause für heute“ gehen immer.

Keine Cookies, kein Tracking.

Website, Dashboard und Prüfseite setzen keine Cookies und laden keine fremden Skripte. Kein Profiling, keine Werbung.

DatenVollständige Liste

Was verarbeitet wird. Und was nie.

DatenWannWozu
Dienstliche E-Mail-Adresse, Rolle, Gruppenbei der AnmeldungKonto und Zuordnung zur Firma
Frage, gewählte Antwort, richtig/falsch, Zeitpunktnach jeder beantworteten FirmenfrageLernen, Wiederholung, anonymer Nachweis
Letzte Aktivität, Version, Browsertyp der Erweiterungbeim AbgleichPrüfen, ob alles läuft (Synchronisierung)
Anzeigename und Bedenkzeitnur mit Einwilligung der Personnamentliche Auswertung, falls erlaubt
KI-Vorfallmeldungennur wenn jemand meldet, auf Wunsch anonymVorfälle erkennen und abstellen
Teilnahmebestätigungnur wenn die Person selbst eine erstellteigener Nachweis, z. B. für die Personalakte
Prompts, KI-Antworten, Chatverläufe, besuchte Seiten, Tastatureingabennie
RollenWer sieht was

Wer sieht was.

WerSiehtSieht nicht
Die Person selbsteigene Antworten, Fortschritt, Statistik, eigene Daten zum Herunterladen–
Kolleginnen und KollegennichtsKonten, Ergebnisse oder Teilnahme anderer
Teamleitunganonyme Team-, Gruppen- und Themenwerte ab 3 PersonenEinzelergebnisse (außer bei doppelter Freiwilligkeit)
Adminswie Teamleitung, dazu die Kontenliste (E-Mail, Rolle) zur VerwaltungPrompts, KI-Antworten; Einzelergebnisse ohne Zustimmung
Prüfer mit Prüf-ID (z. B. Versicherung)Firmenname, Zeitraum, Teamwerte ab 3 Personen, Status der MaßnahmeNamen und Einzelergebnisse
Besucher der Firmen-Webseite (Siegel)Firmenname, Beginn und Status der Schulung, nur wenn freigegebenZahlen und Personen
Meanwhyle (Auftragsverarbeiter)nur was für Betrieb, Sicherheit und Support nötig istDaten für eigene Zwecke, Werbung oder Verkauf
Mitbestimmung§ 87 Abs. 1 Nr. 6 BetrVG

Mit dem Betriebsrat, nicht an ihm vorbei.

Meanwhyle ist eine technische Einrichtung im Sinne des Betriebsverfassungsgesetzes. Gibt es einen Betriebs- oder Personalrat, ist die Einführung daher in aller Regel mitbestimmungspflichtig, auch wenn im Standard keine Einzelauswertung stattfindet.

  • Gebaut für die Zustimmung. Keine Leistungsbewertung Einzelner im Standard, anonyme Werte erst ab drei Personen, kein Mitlesen. Das macht die Abstimmung meist kurz.
  • Vorlage zum Start. Unten liegt ein Entwurf einer Betriebsvereinbarung, der Zweck, erfasste Daten, Auswertungen, Freiwilligkeit und Löschfristen regelt und eine Leistungs- und Verhaltenskontrolle ausschließt.
  • Transparenz. Die Einstellungen lassen sich im Dashboard gemeinsam ansehen, vorab auch in der Live-Demo ohne eigenes Konto. Wer die Einzelauswertung einschalten will, bekommt vorher den Hinweis auf die Mitbestimmung.
  • Information der Beschäftigten. Vor dem Start bekommen alle die Datenschutzhinweise nach Art. 13 DSGVO. Eine Vorlage dafür liegt ebenfalls unten.
SpeicherungOrt, Frist, Rechtsgrundlage

Speicherung & Löschung.

Wo

Datenbank bei Supabase in Frankfurt am Main (AWS eu-central-1). Website über Cloudflare. Alle Unterauftragsverarbeiter mit Ort und Grundlage stehen im AVV, Anlage 3.

Wie lange

Antworten nach eurer Frist (Standard 36 Monate), Konten bis zur Löschung, Prüf-Datensätze bis ihr sie löscht. Nach Vertragsende 30 Tage Export, dann Löschung aller Daten.

Rechtsgrundlage

Das legt euer Unternehmen als Verantwortlicher fest. In Betracht kommen Art. 6 Abs. 1 lit. c DSGVO i. V. m. Art. 4 KI-VO, lit. f DSGVO oder eine Betriebsvereinbarung (Art. 88 DSGVO); für Einwilligungen lit. a. Stimmt das mit eurem Datenschutzbeauftragten ab.

Weitere Unterlagen: Auftragsverarbeitungsvertrag mit TOM · Datenschutzerklärung · Datenschutz der Erweiterung · AGB

VorlagenZum Übernehmen und Anpassen

Vorlagen.

Entwürfe als Starthilfe. Platzhalter in eckigen Klammern passt ihr an. Sie ersetzen keine Rechtsberatung; stimmt sie mit Betriebsrat und Datenschutzbeauftragtem ab.

Entwurf einer BetriebsvereinbarungZweck, Daten, Auswertungen, Freiwilligkeit, Löschung
Datenschutzhinweise für Beschäftigte (Art. 13 DSGVO)Zum Verteilen vor dem Start
Eintrag für das Verzeichnis von VerarbeitungstätigkeitenArt. 30 DSGVO
Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) mit TOM und UnterauftragsverarbeiternIm Dashboard mit einem Klick abschließen
FragenVon DSB und Betriebsrat

Häufige Fragen.

Kann der Arbeitgeber sehen, wer welche Frage falsch beantwortet hat?

Im Standard nicht. Ergebnisse einzelner Personen sind nur sichtbar, wenn die Firma die Einzelauswertung ausdrücklich erlaubt und die jeweilige Person selbst zustimmt. Die Datenbank erzwingt das; ein Admin kann es nicht umgehen.

Ist eine Datenschutz-Folgenabschätzung nötig?

Das bewertet euer Unternehmen als Verantwortlicher. Für eine Lern-Erweiterung, die keine Inhalte liest, im Standard keine Einzelleistung auswertet und Werte erst ab drei Personen zeigt, liegt ein hohes Risiko im Sinne von Art. 35 DSGVO eher fern. Bei eingeschalteter Einzelauswertung solltet ihr die Frage mit eurem Datenschutzbeauftragten prüfen.

Werden Daten in die USA übertragen?

Die Datenbank liegt in Frankfurt am Main. Einige Dienstleister (z. B. Cloudflare für die Website) haben ihren Sitz in den USA; Übermittlungen stützen sich dann auf das EU-US Data Privacy Framework bzw. Standardvertragsklauseln. Die vollständige Liste steht im AVV, Anlage 3.

Dürfen Beschäftigte die Teilnahme verweigern?

Das regelt euer Unternehmen, idealerweise in der Betriebsvereinbarung. Technisch kann jede Person Fragen überspringen und „Pause für heute“ wählen; beides wird nicht personenbezogen ausgewertet.

Was passiert, wenn jemand das Unternehmen verlässt?

Der Admin kann das Konto der Person löschen; die Person kann es auch selbst löschen. Dabei werden ihre Antworten und eigenen Teilnahmebestätigungen gelöscht. Anonyme Werte in bereits ausgestellten Team-Nachweisen bleiben unverändert.

Wie werden Datenschutzvorfälle gemeldet?

Meanwhyle meldet Verletzungen des Schutzes personenbezogener Daten unverzüglich, spätestens binnen 24 Stunden nach Bekanntwerden, an den beim AVV-Abschluss angegebenen Kontakt (AVV § 4).

Lieber selbst
nachsehen?

In der Live-Demo seht ihr genau, was Admins sehen und was nicht. Ohne Anmeldung, nach 24 Stunden gelöscht.